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Was
ist supra-f
supra-f war ein Interventions- und Forschungsprogramm des BAG
zur Suchtprävention
bei gefährdeten
Jugendlichen in der Schweiz. Es entstand Ende der 90er Jahre
im Rahmen des Massnahmenpaketes des Bundes zur Verminderung der
Drogenprobleme in der Schweiz und dauerte bis 2008. Mit einem
Programm zur Sekundärprävention, das sich gezielt an
gefährdete Jugendliche richtete, sollte supra-f die zahlreichen
primärpräventiven Programme ergänzen.
Kern von supra-f sind die 12 ambulanten supra-f Jugendprogrammen
in der deutschen und französischen Schweiz. Mit schulischen,
sozialpädagogischen und psychologischen Interventionen werden
Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen dahingehend gefördert,
dass sich ihre Situation in Schule oder Berufslehre stabilisiert.
Gleichzeitig sollen Verbesserungen des psychischen Befindens und
eine Abnahme des Substanzkonsums erreicht werden. Das logische
Modell von supra-f unterschiedet die Phasen Erkennung, Zuweisung,
Intervention und Wirkung (Grafik,
pdf).
Nach einer 4 jährigen, vom Bund unterstützten Aufbau- und
Entwicklungsphase (2000 - 2003) gingen die 12 supra-f Jugendprogramme
2004 ganz in kommunale, regionale oder private Trägerschaften
über. Seither sind sie Teil der lokalen präventiven
Versorgung für solche Jugendliche, die in ihrer gesunden
Entwicklung gefährdet sind.
Der theoretische Bezugsrahmen von supra-f
supra-f liegt ein Gefährdungsmodell zugrunde, das vier wesentliche
Risikofaktoren für spätere Sucht- und andere Probleme
einschliesst (Grafik,
pdf):
- soziale Ausgangslage
- psychische Probleme
- externale (Verhaltens-) Probleme
- Substanzkonsum
Mit sozialer Ausgangslage sind Belastungen in der Herkunft und im Milieu des Jugendlichen
gemeint (Anzahl Umzüge, getrennte Eltern, Krankheit der Eltern,
Heimaufenthalte, Schulabbrüche, Schulwechsel usw.). Unter
psychische Probleme fallen Ängstlichkeit und Depression.
Zu den externalen Problemen gehören aggressives Verhalten,
Hyperaktivität, Delinquenz usw. Zu Substanzkonsum gehören
Alkohol, Tabak und Cannabis. Diese vier Parameter gehören
zu den wichtigsten Risikofaktoren
für die Entwicklung von Drogenproblemen und anderem Problemverhalten
im Jugend- und auch später im Erwachsenenalter.
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